Die Birke erforschen

Wissenschaftler suchen seit einigen Jahren verstärkt die Unterstützung interessierter Bürger bei ihren Forschungsprojekten. Auch wir benötigen Ihre Hilfe. Untersuchen Sie allein oder gemeinsam mit uns Fragestellungen rund ums Thema Birke.

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Die Birke erleben

Die Birke ist als heimische Mischbaumart in nahezu allen Wäldern Deutschlands vertreten. Und zudem tief verankert in unserer Kultur. Ihre Vielseitigkeit machen wir erlebbar: im Rahmen unserer Aktionstage, in unserer Erlebnisausstellung, mit unserem Bildungskoffer. Machen Sie mit!

Die Birke nutzen

Ob als Tisch, Schrankfurnier, Brennholz oder Haarwaschmittel – der Birkenverwendung sind kaum Grenzen gesetzt. Obwohl diese Baumart auf 4,8 % der Waldfläche Deutschlands vorkommt, stammen die beliebten Birkenprodukte meist aus anderen Ländern. Dabei sät sich der Pionier gratis aus und wächst im Baumartenvergleich sehr schnell.

Wie pflege und bewirtschafte ich die Birke am sinnvollsten, welche Wirkung hat sie als Mischbaumart und gehört sie zu den Gewinnern oder Verlierern bei sich ändernden klimatischen Bedingungen? Auf diese Fragen möchten wir Antworten geben.

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Die Blätter sind doppelt gesägt und unbehaart.
Birkenblatt
Rinde
im Winter
im Sommer
Pilz
Birkenwald bei Schönborn

Steckbrief

Sand-Birke (Betula pendula)

Name

Gemeine Birke, Hänge-Birke, Weiß-Birke, Warzen-Birke, Frauen-Birke, Mai-Birke, Stein-Birke, Maie
Birkengewächse (Betulaceae)

Familie

Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Unterfamilie: Betuloideae
Gattung: Birken (Betula)
Max. 120 Jahre

Alter

Ernte spätestens bis zum 80. Lebensjahr empfohlen
Max. 30 m

Höhe

Größter jährlicher Höhenzuwachs im 7.-bis 9. Lebensjahr
Max. 130 cm

Durchmesser

Selten dicker als 60 cm
Mit zunehmendem Alter von Herz- zu Senk-Wurzelsystem übergehend

Wurzel

Bei ungünstigen Bodenverhältnissen flach ausstreichend
Weiße Spiegelrinde mit schwarzen Flecken

Rinde

Später schwarz gefärbte „Steinborke“ vom Stammfuß ausgehend
Einjährige Triebe sind kahl, rotbraun

Zweige

Kleine klebrige Harzdrüsen, daher „Warzenbirke"
Schmal-eiförmig, braun, zugespitzt, 8 mm lang, 3 mm breit

Knospen

Spitze glänzt meist durch Harzausscheidungen
Rautenförmig bis dreieckig, doppelt gesägt, unbehaart

Blätter

Blattstiel 2-3 cm lang und glatt
Ab August, Flügelnüsschen

Früchte

Bis zu 50.000 Samen/m² möglich
ab Ende März, Einhäusig, in Kätzchen, weibliche größer als männliche

Blüte

Etwa aller drei Jahre besonders intensiv
Mittelschwer, zerstreutporig, sehr hell, gut zu berarbeiten

Holz

Besonders wertvoll sind Flammen-Birke und Maser-Birke
In ganz Europa incl. Großbritannien

Verbreitung

Höchstes Vorkommen im Harz bei 974 m

Team

FIB - Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.

Christoph Ertle

Neben der Projektkoordination laufen bei uns Messdaten und Forschungsergebnisse zusammen.
FIB - Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.

Hans Küchenmeister

Neben der Projektkoordination laufen bei uns Messdaten und Forschungsergebnisse zusammen.
SDW – Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Brandenburg e.V.

Danica Clerc

Mit unseren Teilprojekten „Die Dame des Waldes“ und „Wissenschaft macht Schule“ bringen wir Öffentlichkeit und Forschung zusammen!
SDW – Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Brandenburg e.V.

Moritz Wenning

Mit unseren Teilprojekten „Die Dame des Waldes“ und „Wissenschaft macht Schule“ bringen wir Öffentlichkeit und Forschung zusammen!

Birkensaft - ein ungetrübter Genuss

Alle Infos zum wurzelgefilterten Sondergetränk

Seit vielen Jahrhunderten gilt der farblose Birkensaft als ein begehrtes Getränk der Naturmedizin und gegen die Frühjahrsmüdigkeit, reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Fruchtzucker. Leider ist das süße und gesunde Gratisprodukt der Natur in unserer „modernen Zeit“ ein wenig in Vergessenheit geraten. Dabei werden dem Saft etliche gesundheitsfördernde und heilende Eigenschaften nachgesagt, etwa die entgiftende, entschlackende oder entzündungshemmende Wirkung.

Schon im zeitigen Frühjahr, noch vor dem Laubaustrieb, lässt sich die Birke gepflegt „anzapfen“. Aus Rinden- und Stammverletzungen tritt die wohlschmeckende Zuckerlösung von alleine aus und lockt allerlei Insekten an. Für die gewerbliche Saftgewinnung werden die Bäume angebohrt und danach wieder mit Baumwachs verschlossen. Dabei kann ein mittlerer Baum bis zu 10 Liter Saft pro Tag liefern. Dabei hält der Saftfluss rund zwei Wochen an, was dem Baum kaum schadet. Damit der Saft nicht gärt, muss man ihn im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Mit dem Erscheinen der Blätter lässt der Flüssigkeitsstrom schlagartig nach.

Vor allem in Skandinavien wird die Gewinnung von Birkensaft praktiziert und ist ein Wirtschaftsfaktor. Er wird entweder pur, als Birkenwein bzw. als Birkenchampagner oder Likör genossen. Auch als Haarwasser findet er Verwendung. Und zunehmend füllen sich auch bei uns die Regale im gut sortierten Einzelhandel. Nicht selten steht Birkensaft auf der Getränkekarte. Hierzulande hat die Gewinnung und regionale Vermarktung noch keine nennenswerte Bedeutung. Der Birkenextrakt wird aus Nord- und Osteuropa importiert.

Anleitungstext, optimalerweise in Slider-Bildform, kommt noch, da die Fotos erst noch gemacht werden müssen

Thema:
Ziel ist eine Gesamtaufnahme des Waldbestandes auf einer unserer Forschungsflächen. Dafür messen wir Durchmesser und Höhen der Einzelbäume und berechnen daraus den stehenden Holzvorrat. Anhand der Ergebnisse ermitteln wir den möglichen finanziellen Gewinn durch Holzverkäufe, sowie den im Holz gespeicherten Kohlenstoff. Wir besprechen die Handlungsoptionen der forstlichen Bewirtschaftung unter verschiedenen Gesichtspunkten und planen eine mögliche Durchforstung des Bestandes.

Optional:
In einer zusätzlichen Auswertungseinheit in der Schule, erstellen wir ein dreidimensionales Waldmodell und simulieren am PC verschiedene Bewirtschaftungsszenarien unseres Bestandes. Durch die Visualisierung werden die Auswirkungen der forstlichen Entscheidungen für die Bestandesentwicklung deutlich gemacht und damit auch für die SchülerInnen besser nachvollziehbar. Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht zudem durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge.

Thema:
Von allen terrestrischen Lebensräumen beherbergen Wälder die größte Artenvielfalt. In diesem Modul wollen wir überprüfen in wie weit dies auch für unsere Untersuchungsflächen zutrifft. Wir bestimmen Pflanzen und Insektenarten im strukturierten Forschungsdesign. Gemeinsam diskutieren wir die Hintergründe für das Vorkommen bzw. Fehlen bestimmter Arten und die Auswirkungen der Bestandesstruktur auf die Artenvielfalt und –verteilung. Anschließend berechnen wir anhand unsere Funde Zeigerwerte für die Diversität und vergleichen diese mit Werten anderer Ökosysteme.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

Thema:
Die Bedeutung des Bodens wird nach wird häufig unterschätzt. Und doch bestimmt er maßgeblich die Standorteigenschaften und damit auch die prägenden Pflanzengesellschaften. Am Bodenprofil nehmen wir eine Reihe von Messungen zur Bodendichte, chemischen Zusammensetzung, Korngröße und weiteren Kenngrößen vor und charakterisieren die unsere Proben im Vergleich zu weiteren Waldstandorten und dem Offenland. In weiterführenden Versuchen demonstrieren wir die Wasserspeicherkapazität des Bodens und seine Rolle als Kohlenstoffspeicher in der Klimabilanz.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

Thema:
Wald und Klima – eine besondere Beziehung auf allen Ebenen. Lokal erzeugt jeder Bestand sein eigenes Mikroklima. So ist es im Sommerwald meist kühler als im Offenland, im Winter ist es genau andersherum. Regional sorgt der Wald als Luft- und Wasserfilter für ein stabiles Klima und schützt uns vor Sturm, Überschwemmung und Lawinen. Auch global ist er aufgrund seiner langen Lebenszyklen eng mit der Klimaentwicklung verbunden. Seine Bäume produzieren Sauerstoff und speichern gleichzeitig Kohlenstoffdioxid, damit wirken unsere Wälder nachhaltig für eine stabile Atmosphäre. Auf unseren Untersuchungsflächen messen wir Wetterdaten und vergleichen sie mit anderen Standorten um den Einfluss der Bewaldung auf das Klima vor Ort zu verdeutlichen. Anhand eines Vergleichs mit langjährigen Datenreihen schlagen wir einen Bogen zu den Anpassungsmöglichkeiten unserer Wälder und auch den forstlichen Herausforderungen in der Bewirtschaftung unter den Vorzeichen sich ändernder Temperaturen und Niederschläge.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

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Die Birke nutzen

Ob als Tisch, Schrankfurnier Brennholz oder Haarwaschmittel, der Birkenverwendung sind kaum Grenzen gesetzt. Obwohl diese Baumart auf 4,8 % der Waldfläche Deutschlands vorkommt, stammen die beliebten Birkenprodukte meist aus anderen Ländern. Dabei sät sich der Pionier gratis aus und wächst im Baumartenvergleich sehr schnell. Wie pflegt und bewirtschaftet man die Birke am sinnvollsten, welche Wirkung hat sie als Mischbaumart und gehört sie zu den Gewinnern oder Verlierern bei sich ändernden klimatischen Bedingungen? Auf diese Fragen möchten wir Antworten geben.

Lange Zeit hatte die Birke in der Forstwirtschaft einen schlechten Ruf und galt als Zeichen ungepflegter Wälder. Sie wuchert wild zwischen den in Reihen gepflanzten jungen Fichten oder Kiefern. Das waldbauliche Vorgehen der Vergangenheit entsprach …

Bevor waldfrisches Birkenholz für ein behagliches Feuer im Kamin oder Ofen sorgt, muss es getrocknet werden. Wegen seiner recht hohe Rohdichte (650 g/cm³) wird dafür eine Lagerungszeit von etwa 1,5 Jahren empfohlen. Danach verbrennt es schnell, fast …

Seit vielen Jahrhunderten gilt der farblose Birkensaft als ein begehrtes Getränk der Naturmedizin und gegen die Frühjahrsmüdigkeit, reich an Mineralstoffen, Vitaminen und Fruchtzucker. Leider ist das süße und gesunde Gratisprodukt der Natur in unserer „modernen Zeit“ ein wenig …

In Deutschland wird der Birke im Vergleich zu anderen Baumarten nur eine geringe Bedeutung in der Forst- und Holzwirtschaft beigemessen. Das ist ganz anders in Russland, den baltischen sowie skandinavischen Ländern. In Finnland ist sie beispielsweise genauso wichtig wie die Buche hierzulande. Dort wird sie als Rundholz, Schnittholz, …

Birkenrinde lässt sich selbst im nassen Zustand mit dem Streichholz leicht anzünden. Sie ist daher die ideale Anzündhilfe für Lagerfeuer, Grills und Kamine.

Unter Waldbau verstehen Förster die gezielte Beeinflussung von Waldbeständen, dass der Wald den Bedürfnissen des Waldes am besten gerecht wird. Im Vordergrund stehen in Deutschland die Stabilität des Ökosystems gegenüber Gefahren und …

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Kontaktformular

Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften e.V.
Brauhausweg 2
03238 Finsterwalde

Telefon: +49 (0) 3531 – 7907 18
E-Mail: fib@fib-ev.de
EigenschaftenEinheitMinimumMittelMaximum
Rohdichte (12-15 % Restfeuchte)(Kg/m³)510650830
Rohdichte (0 % Restfeuchte)(Kg/m³)460610800
Schlagbiegefestigkeit(J/cm²)4,418,3312,74
Druckfestigkeit(N/mm²)375098
Zugfestigkeit(N/mm²)34134265
Biegefestigkeit(N/mm²)75134152
Elastizitätsmodul(N/mm²)13.90015.90016.200
Axiales Schwindmaß*(%)0,6
Radiales Schwindmaß*(%)5,3
Tangentiales Schwindmaß*(%)7,8
Radiales Quellmaß²(%)0,29
Tangetiales Quellmaß²(%)0,41
Anteil Längsparenchym(%)2
Jahrringbreite(mm)2,1711
Durchmesser Holzgefäße(µm)3090130
Höhe Holzstrahlen(µm)130240400
Länge Holzfasern(µm)3401.0001.700
Durchmesser Holzfasern(µm)48,514,5
Wanddicke Holzfasern(µm)4,25,36,7
Brennwert(kWh/Kg)4,3
Heizwert³(kWh/Kg)4,0
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