Im Projekt „PLAN Birke – forsch voran“ untersuchen Forstwissenschaftler die Ökologie und Nutzungspotentiale von Birkenmischbeständen unter den Vorzeichen des globalen Klimawandels. Wir machen diese Waldforschung für SchülerInnen erlebbar.

Unsere 4 Bildungsmodule widmen sich den Forschungsschwerpunkten Forstwirtschaft, Artenvielfalt, Boden und Klima. Alle Module sind handlungsorientiert und auf ein hohes Maß an Schüleraktivität ausgerichtet. Die SchülerInnen lernen auf der Fläche forstwissenschaftliche Messgeräte und Methoden kennen und nutzen diese vor Ort zur eigenständigen Datenaufnahme. In der anschließenden Auswertung wenden wir unsere Ergebnisse auf aktuelle Forschungsfragen an. Die Ergebnisse finden schließlich Eingang in das Gesamtprojekt. Die Module sind inhaltlich in sich abgeschlossen, bilden jedoch gerade erst im Verbund ein aussagekräftiges Ergebnis, sodass wir die Teilnahme an allen Modulen empfehlen. Die Projekttage richten sich an SchülerInnen der Sekundarstufe und finden auf den Untersuchungsflächen des Projekts statt.

Wir bieten für jedes Modul eine zusätzliche Auswertungseinheit in der Schule an. Dieses sollte zeitnah nach dem Projekttag im Wald stattfinden. Diese zusätzlichen Auswertungseinheiten dauern eine Doppelstunde und ermöglichen, ähnlich der wissenschaftlichen Laborarbeit, eine intensivere Auseinandersetzung mit den Messergebnissen.

Thema:
Ziel ist eine Gesamtaufnahme des Waldbestandes auf einer unserer Forschungsflächen. Dafür messen wir Durchmesser und Höhen der Einzelbäume und berechnen daraus den stehenden Holzvorrat. Anhand der Ergebnisse ermitteln wir den möglichen finanziellen Gewinn durch Holzverkäufe, sowie den im Holz gespeicherten Kohlenstoff. Wir besprechen die Handlungsoptionen der forstlichen Bewirtschaftung unter verschiedenen Gesichtspunkten und planen eine mögliche Durchforstung des Bestandes.

Optional:
In einer zusätzlichen Auswertungseinheit in der Schule, erstellen wir ein dreidimensionales Waldmodell und simulieren am PC verschiedene Bewirtschaftungsszenarien unseres Bestandes. Durch die Visualisierung werden die Auswirkungen der forstlichen Entscheidungen für die Bestandesentwicklung deutlich gemacht und damit auch für die SchülerInnen besser nachvollziehbar. Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht zudem durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge.

Thema:
Von allen terrestrischen Lebensräumen beherbergen Wälder die größte Artenvielfalt. In diesem Modul wollen wir überprüfen in wie weit dies auch für unsere Untersuchungsflächen zutrifft. Wir bestimmen Pflanzen und Insektenarten im strukturierten Forschungsdesign. Gemeinsam diskutieren wir die Hintergründe für das Vorkommen bzw. Fehlen bestimmter Arten und die Auswirkungen der Bestandesstruktur auf die Artenvielfalt und –verteilung. Anschließend berechnen wir anhand unsere Funde Zeigerwerte für die Diversität und vergleichen diese mit Werten anderer Ökosysteme.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

Thema:
Die Bedeutung des Bodens wird häufig unterschätzt. Und doch bestimmt er maßgeblich die Standorteigenschaften und damit auch die prägenden Pflanzengesellschaften. Am Bodenprofil nehmen wir eine Reihe von Messungen zur Bodendichte, chemischen Zusammensetzung, Korngröße und weiteren Kenngrößen vor und charakterisieren unsere Proben im Vergleich zu weiteren Waldstandorten und dem Offenland. In weiterführenden Versuchen demonstrieren wir die Wasserspeicherkapazität des Bodens und seine Rolle als Kohlenstoffspeicher in der Klimabilanz.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

Thema:
Wald und Klima – eine besondere Beziehung auf allen Ebenen. Lokal erzeugt jeder Bestand sein eigenes Mikroklima. So ist es im Sommerwald meist kühler als im Offenland, im Winter ist es genau andersherum. Regional sorgt der Wald als Luft- und Wasserfilter für ein stabiles Klima und schützt uns vor Sturm, Überschwemmung und Lawinen. Auch global ist er aufgrund seiner langen Lebenszyklen eng mit der Klimaentwicklung verbunden. Seine Bäume produzieren Sauerstoff und speichern gleichzeitig Kohlenstoffdioxid, damit wirken unsere Wälder nachhaltig für eine stabile Atmosphäre. Auf unseren Untersuchungsflächen messen wir Wetterdaten und vergleichen sie mit anderen Standorten um den Einfluss der Bewaldung auf das Klima vor Ort zu verdeutlichen. Anhand eines Vergleichs mit langjährigen Datenreihen schlagen wir einen Bogen zu den Anpassungsmöglichkeiten unserer Wälder und auch den forstlichen Herausforderungen in der Bewirtschaftung unter den Vorzeichen sich ändernder Temperaturen und Niederschläge.

Optional:
Die Auswertung und Sicherung der Gesamtergebnisse im Klassenraum ermöglicht durch ihre zusätzlichen technischen Möglichkeiten eine intensivere Einbettung in die fachlichen Zusammenhänge. Auch lassen sich Skizzen und Berechnungen für die Auswertung in der Schule besser anfertigen, als im Bestand. Zudem steht am Waldtag mehr Zeit für die Datenaufnahme und weiterführende Experimente zur Verfügung.

Ablauf und Details

Die Bildungsmodule sind einzeln buchbar. Wir empfehlen jedoch die Teilnahme an allen 4 Module, damit die SchülerInnen einen umfassenden Einblick in das Thema „Waldforschung“ entwickeln können. Die Reihenfolge im Ablauf kann dabei vernachlässigt werden. Der Zeitrahmen für die Terminlegung der 4 Waldbesuche kann mit jeder einzelnen Schule individuell vereinbart werden und auch über ein Schuljahr hinausgehen.

Die Bildungsmodule finden stets auf einer der vier Projektflächen statt. Diese sind im Land Brandenburg verteilt und wir wählen die für Sie am nächsten gelegene Fläche aus. Die Anfahrtsbeschreibung erfolgt nach Absprache bei der Anmeldung. Die Kosten für die An- und Abreise zur Versuchsfläche müssen von der Schule bzw. lokalen Sponsoren selbst getragen werden.

Die Dauer der Bildungsmodule ist anpassbar. Jedoch sollte die Mindestdauer auf der Fläche nicht unter 3 Zeitstunden liegen. Wir bieten für jedes Modul einen zusätzlichen Auswertungstermin in der Schule an. Die Auswertung in der Schule ist auf 90 Minuten angelegt.
Soll die Auswertung am Projekttag im Wald stattfinden, wird der Anteil der Datenaufnahme entsprechend angepasst.
Alle Arbeitsmaterialien werden gestellt. Verpflegung ist von den SchülerInnen als Lunchpaket mitzubringen.

Die Teilnahme an den Bildungsmodulen ist kostenfrei.

Kontakt und Anmeldung

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Landesverband Brandenburg e.V.
Brunnenstraße 26a
16225 Eberswalde

Moritz Wenning
Projektkoordinator „Wissenschaft macht Schule“

Tel.: 03334.2779133
Mail: moritz.wenning@sdw-brandenburg.de

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